33-Jähriger zu 5500 Euro Strafe wegen Unterstützung des IS verurteilt

24 Haziran 2026 18:27

Vier Überweisungen, 220 Euro, ein klares Urteil: Das Oberlandesgericht Hamburg sieht in der Zahlung an IS-Mittelsmänner Unterstützung für Terror und Verstöße gegen Sanktionen. Die Richter verurteilen einen 33-Jährigen zu 5500 Euro Geldstrafe.

IŞİD'e bağış yaptı, para cezası aldı

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Zwei der mutmaßlichen Mittelsmänner, an die der Angeklagte das Geld überwiesen haben soll, betrieben demnach IS-Propaganda über Kanäle im Messengerdienst Telegram und riefen dort laut Anklage zu Spenden für die Dschihadisten auf.

Der 33-Jährige soll zwischen Februar 2021 und April 2022 in vier Teilbeträgen insgesamt 220 Euro gezahlt haben. Drei weitere Mittelsmänner, die offenbar in Deutschland Geld für den Islamischen eintrieben, werden wegen ihres Handels ebenfalls strafverfolgt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollten IS-Mitglieder in Syrien mit dem Geld aus Camps und Gefängnissen freigekauft und unterstützt werden, um den Fortbestand der Organisation zu sichern. Der IS hatte während des Bürgerkriegs in Syrien große Gebiete in Syrien und im Nachbarland Irak kontrolliert. Ab etwa 2014 geriet er durch Offensiven seiner Gegner zunehmend in die Defensive, bis 2019 brach seine Herrschaft vollständig zusammen. Viele Mitglieder gerieten in Gefangenschaft.