Razzien bei mutmaßlichen IS-Mitgliedern in drei Bundesländern

23 Haziran 2026 19:35

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen fünf Menschen, die Teil des IS sein sollen. In mehreren Bundesländern wurden Wohnungen durchsucht. Festnahmen gab es keine.

Almanya’da IŞİD alarmı: Birçok eyalette şafak operasyonu

In mehreren Bundesländern hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen von mutmaßlichen Anhängern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) durchsuchen lassen. Insgesamt gehe es um die Räumlichkeiten von fünf Beschuldigten in Baden-Württemberg (Filderstadt), Brandenburg (Potsdam) und Hessen (Landkreis Limburg-Weilburg). In Brandenburg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein habe es zudem weitere Durchsuchungen bei elf nicht tatverdächtigen Personen gegeben.

Die fünf Personen stünden unter Verdacht, nach Deutschland eingereist zu sein, um sich dort und in Europa »mit weiteren IS-Anhängern zu vernetzen und Gelder für die Vereinigung zu beschaffen«. Details zur Identität oder dem Hintergrund der Beschuldigten wurden nicht geliefert. Es werde gegen sie wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt, hieß es in einer Pressemitteilung.

Festnahmen habe es aber zunächst keine gegeben. Vielmehr dienten die Maßnahmen dazu, »die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären«, teilte die Behörde weiter mit. An den Maßnahmen seien neben Beamten des Bundeskriminalamts auch Polizeikräfte der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen beteiligt gewesen.

Zuletzt war am Montag ein Mann vor dem Oberlandesgericht Hamburg wegen finanzieller Unterstützung der dschihadistischen Miliz zu einer Geldstrafe von 5.500 Euro verurteilt worden. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen. Bei einem der letzten bekannten Terroranschläge einer Ablegergruppe des IS, der Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM), starben vergangene Woche im Niger 35 Menschen.